Ego-State-Arbeit in Verlustkrisen II – Fehlgeburt, die Liebe bleibt – sie entfaltet sich nur in anderer Dimension bis

Fr, 12.00 - 19.30 Uhr
Sa, 10.00 - 17.30 Uhr

Eine Fehlgeburt bringt in den allermeisten Fällen großes Leid über die werdenden Eltern. Trotzdem stehen die Mütter und Väter mit ihrem Leid oft ganz alleine, denn eine Fehlgeburt wird häufig von der Umwelt nicht wahrgenommen oder tabuisiert. Oft tragen auch die medizinische Behandlung und gesetzliche Regelungen dazu bei, dass Eltern von den Erfordernissen überrollt werden und erst retrospektiv erkennen, wo sie gezielt Unterstützung benötigt hätten.
Die Schwangerschaft ist in jedem Fall eine tiefgreifende Veränderung in Körper und Seele einer Frau. Mehr als in anderen Lebenssituationen werden essentielle biologischer Prozesse aktiviert, die die Schwangere auf die Geburt des Kindes vorbereiten. Dieser Prozess beginnt nicht erst bei Geburt sondern zu Beginn der Schwangerschaft.
In allen Kulturen sind die essentiellen Übergangsprozesse wie Geburt und Sterben/Tod rituell ausgeformt. Häufig tragen die Rituale dazu bei, dass die Personen sich in die Gemeinschaft eingebettet fühlen können.
Bei der Fehlgeburt kommen die beiden Grenzerfahrungen Geburt und Tod zusammen und dennoch fehlt oft die Einbettung für die Betroffenen, vielmehr erleben sie Verlassenheit im Trauma.
Die EST bietet eine Möglichkeit, den sich entwickelnden Mutter Ego State trotz Verlust des Babys weiter zu entwickeln, dem kindlichen Introjekt einen angemessenen Platz zu geben und damit die unterbrochenen emotionalen, oft im Freeze stecken gebliebenen Reaktionen zu transformieren.

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